Devin Gerald Nunes (* 1. Oktober 1973 in Tulare, Tulare County, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Politiker. Seit 2003 vertritt er den Bundesstaat Kalifornien im US-Repräsentantenhaus. Als Vorsitzender des Geheimdienstausschusses hat er während Donald Trumps Präsidentschaft eine prominente Rolle bei den Ermittlungen zur russischen Einflussnahme auf den US-Wahlkampf 2016 und gilt als treuer Verbündeter des Präsidenten.
Inhaltsverzeichnis
1Familie, Ausbildung und Beruf
2Politische Laufbahn
3Ermittlungen gegen Russland und Trump
4Weblinks
5Einzelnachweise
Familie, Ausbildung und Beruf |
Devin Nunes besuchte die Tulare Union High School. Später absolvierte er das College of the Sequoias in Visalia und dann bis 1996 die California Polytechnic State University in San Luis Obispo. Anschließend betätigte er sich als Farmer und privater Geschäftsmann. Gleichzeitig begann er als Mitglied der Republikanischen Partei eine politische Laufbahn. Im Jahr 2001 wurde er Abteilungsleiter für ländliche Entwicklung im US-Landwirtschaftsministerium.
Privat lebt Nunes in Tulare.
Politische Laufbahn |
Bei der Wahl 2002 wurde Nunes im 21. Kongresswahlbezirk Kaliforniens in das US-Repräsentantenhaus in Washington, D.C. gewählt, wo er am 3. Januar 2003 die Nachfolge von Bill Thomas antrat. Stets wiedergewählt, zuletzt 2016, läuft sein Mandat bis zum 3. Januar 2019. Seit dem 3. Januar 2013 vertritt er dort den 22. Wahlbezirk seines Staates. In den vergangenen Legislaturperioden war er unter anderem Mitglied im Landwirtschaftsausschuss und im Veteranenausschuss. Zwischen 2011 und 2013 saß Nunes im Geheimdienstausschuss und im Committee on Ways and Means sowie in zwei von dessen Unterausschüssen.
Seit 2015 ist Nunes Vorsitzender des Geheimdienstausschusses und ist als solcher seit dem Amtsantritt Donald Trumps als Präsident mit den Ermittlungen gegen Russland wegen der russischen Einflussnahme im US-Wahlkampf 2016 und möglicher Zusammenarbeit mit Trumps Wahlkampfteam betraut. Er gilt dabei als treuer Verbündeter des Präsidenten.
Ermittlungen gegen Russland und Trump |
→ Hauptartikel: FISA-Memo
Nunes ließ als Vorsitzender des Geheimdienstausschusses im Januar 2018 ein Geheimdossier zur Überwachung eines Mitarbeiters von Präsident Trump seitens des FBI verfassen, das nach Einschätzung mancher politischer Beobachter und Kongressabgeordneter die seit Mai 2017 laufende Sonderermittlung gegen Trump diskreditieren sollte.[1]
Das Schriftstück wurde in der ersten Februarwoche 2018 auf Anweisung Trumps der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und der Präsident erklärte sich am nächsten Tag durch das Dossier bezüglich der FBI-Untersuchung für „vollständig entlastet“.[2]
Devin Nunes selbst zog weiter Kritik auf sich, weil er seine Position offenbar genutzt hatte, um zu verhindern, dass andere Mitglieder des Geheimdienstausschusses eigene Schriftstücke in der Angelegenheit veröffentlichen. Diese hatten zum Beispiel beklagt, dass in Nunes’ Dokument der erklärende Kontext weggelassen worden sei.[3]
Im Zuge der Auseinandersetzung mit den demokratischen Abgeordneten des Geheimdienstausschusses nach der Veröffentlichung lobte Präsident Trump Devin Nunes als „großen amerikanischen Helden für das was er enthüllt und erlitten hat“.[4]
Nach der Veröffentlichung des FBI-Antrags im Juli 2018 zeigte sich, dass Nunes in dem Memo Fakten und Zusammenhänge grob falsch dargestellt hatte und die zentralen Anschuldigungen keinerlei Grundlage hatten.[5]
Weblinks |
Devin Nunes im Biographical Directory of the United States Congress (englisch)
Webpräsenz beim Kongress (englisch)
Nunes, Devin. In: OurCampaigns.com (englisch)
Einzelnachweise |
↑Jennifer Rubin: When will the GOP muzzle Nunes? In: The Washington Post vom 3. Februar 2018; Aaron Blake: The full Nunes memo, annotated. In: The Washington Post vom 2. Februar 2018.
↑Eric Tucker, Mary Clare Jalonick, Chad Day : Trump claims memo ‘totally vindicates’ him in Russia probe. In: The Washington Post vom 3. Februar 2018.
↑Democrats: Nunes memo a dud. In: Politico vom 2. Februar 2018.
↑Michael Shear, Mark Landler, Nicholas Fandos: Trump Mocks ‘Little Adam Schiff’ as House Democrats Push to Release a Rival Memo. In: The New York Times vom 5. Februar 2018.
↑April Doss: The FISA Fiasco’s Silver Lining. In: The Atlantic, 27. Juli 2018.
Dieser Artikel erläutert die Landwehr als Befestigungsanlage; zu anderen Bedeutungen siehe Landwehr (Begriffsklärung). Frankfurter Landwehr um die Stadt, zwischen 1712 und 1714 (Kupferstich von Johann Baptist Homann, Gebietsgrenzen korrigiert nach Friedrich Bothe) Ehemaliger Wartturm der Hannoverschen Landwehr und spätere Windmühle auf dem Lindener Berg, Merian-Stich von 1654 Mit Landwehr , Landgraben und Landhege werden Grenzmarkierungs- bzw. Grenzsicherungswerke und Umfriedungen von Siedlungsgebieten mit dem Recht der Einhegung oder ganzen Territorien bezeichnet. Diese Siedlungsschutzanlagen werden zumeist ins Hoch- und Spätmittelalter datiert und besitzen in Einzelfällen Längen von über hundert Kilometer. Vergleichbare Erdwerke werden jedoch bereits seit der Antike erwähnt. [1] Der römische Limes ist die bekannteste Ausführung einer frühen Landwehr. Auch das Danewerk gehört zu dieser Gruppe von Sperrwerken. Diese Landwehren sind in manchen Regionen – dort vor ...
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Reims (Begriffsklärung) aufgeführt. Reims Devise: Dieu en soit garde – Gott bewahre Region Grand Est Département Marne Arrondissement Reims (Unterpräfektur) Kanton Chef-lieu von 9 Kantonen Gemeindeverband Grand Reims Koordinaten 49° 16′ N , 4° 2′ O 49.265277777778 4.0286111111111 Koordinaten: 49° 16′ N , 4° 2′ O Höhe 74–137 m Fläche 46,90 km 2 Einwohner 184.076 (1. Januar 2015) Bevölkerungsdichte 3.925 Einw./km 2 Postleitzahl 51100 INSEE-Code 51454 Website www.reims.fr Reims ( [.mw-parser-output .IPA a{text-decoration:none} ʀɛ̃s ] ), früher auch Rheims , ist eine Stadt in der Champagne im Nordosten Frankreichs, etwa 130 Kilometer von Paris entfernt. Reims ist der Sitz der Unterpräfektur des Arrondissements Reims im Département Marne in der Région Grand Est. Die Stadt ist Sitz eines Er...
Wappen Deutschlandkarte 48.309444444444 8.3713888888889 361 Koordinaten: 48° 19′ N , 8° 22′ O Basisdaten Bundesland: Baden-Württemberg Regierungsbezirk: Freiburg Landkreis: Rottweil Höhe: 361 m ü. NHN Fläche: 42,14 km 2 Einwohner: 1818 (31. Dez. 2017) [1] Bevölkerungsdichte: 43 Einwohner je km 2 Postleitzahlen: 77773, 78733 Vorwahl: 07836 Kfz-Kennzeichen: RW Gemeindeschlüssel: 08 3 25 050 Gemeindegliederung: 2 Ortsteile Adresse der Gemeindeverwaltung: Reinerzaustraße 12 77773 Schenkenzell Webpräsenz: www.schenkenzell.de Bürgermeister: Bernd Heinzelmann (parteilos) Lage der Gemeinde Schenkenzell im Landkreis Rottweil Schenkenzell ist die kleinste selbständige Gemeinde im Landkreis Rottweil in Baden-Württemberg (Deutschland). Inhaltsverzeichnis 1 Geographie 1.1 Geographische Lage 1.2 Nachbargemeinden 1...