Irena Szewińska
















































Irena Szewińska Leichtathletik

Irena Szewinska.jpg
Irena Szewińska (2007)



Nation

PolenPolen Polen

Geburtstag
24. Mai 1946

Geburtsort

Leningrad, Sowjetunion

Größe
176 cm

Gewicht
60 kg

Sterbedatum
29. Juni 2018

Sterbeort
Warschau
Karriere

Disziplin

Sprint, Weitsprung

Verein

Polonia Warschau
Medaillenspiegel















Olympische Spiele
3 × Gold
2 × Silber
2 × Bronze

Europameisterschaften
5 × Gold
1 × Silber
4 × Bronze



























































































Olympische Ringe Olympische Spiele

0Gold0

Tokyo 1964
4 × 100 m

0Silber0
Tokyo 1964
200 m

0Silber0
Tokyo 1964
Weitsprung

0Gold0

Mexiko-Stadt 1968
200 m

0Bronze0
Mexiko-Stadt 1968
100 m

0Bronze0

München 1972
200 m

0Gold0

Montreal 1976
400 m

Logo der EAA Europameisterschaften

0Gold0

Budapest 1966
200 m

0Gold0
Budapest 1966
Weitsprung

0Gold0
Budapest 1966
4 × 100 m

0Silber0
Budapest 1966
100 m

0Bronze0

Helsinki 1971
200 m

0Gold0

Rom 1974
100 m

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Rom 1974
200 m

0Bronze0
Rom 1974
4 × 100 m

0Bronze0

Prag 1978
400 m

0Bronze0
Prag 1978
4 × 400 m


Irena Szewińska, geb. Kirszenstein (geboren am 24. Mai 1946 in Leningrad, Sowjetunion; gestorben am 29. Juni 2018 in Warschau) war eine polnische Leichtathletin und Olympiasiegerin. Sie war auch nach dem Ende ihrer aktiven Zeit als Sportlerin in ihrer Heimat überaus populär.




Inhaltsverzeichnis






  • 1 Sportliche Karriere


  • 2 Tätigkeit als Sportfunktionärin


  • 3 Familie


  • 4 Weltrekorde


  • 5 Weblinks


  • 6 Fußnoten





Sportliche Karriere |




Irena Kirszenstein 1964


1946 kam sie als Kind jüdischer Eltern in einem Flüchtlingslager in Leningrad zur Welt.[1][2] Mit 14 Jahren entdeckte sie die Leichtathletik für sich und zeichnete sich bald im Sprint und im Weitsprung aus. Als 18-Jährige gewann sie mit der polnischen Staffel bei den Olympischen Spielen in Tokio die Goldmedaille über 4-mal 100 Meter; in den Einzelwettkämpfen gewann sie außerdem die Silbermedaillen im Weitsprung und im 200-Meter-Lauf.


Bei den Europameisterschaften 1966 gewann sie drei Goldmedaillen (200 Meter, Weitsprung, 4-mal-100-Meter-Staffel) und wurde Zweite über 100 Meter. 1967 heiratete sie ihren Trainer Janusz Szewiński und startete im Jahr darauf bei den Olympischen Spielen in Mexiko-Stadt unter ihrem neuen Namen Szewińska. Sie gewann die Goldmedaille über 200 Meter mit der Weltrekordzeit von 22,5 s und die Bronzemedaille über 100 Meter.


Nach einer Babypause 1970 errang sie jeweils eine Bronzemedaille bei den Europameisterschaften 1971 in Helsinki und bei den Olympischen Spielen 1972 in München. Bei den Europameisterschaften 1974 folgten zwei weitere Europameistertitel über 100 Meter und 200 Meter sowie eine Bronzemedaille mit der 4-mal-100-Meter-Staffel.


Im Verlauf der 1970er Jahre wechselte sie auf die 400-Meter-Strecke und blieb von 1973 bis 1978 ungeschlagen. Bei den Olympischen Spielen 1976 in Montréal siegte sie auf dieser Distanz mit der Weltrekordzeit von 49,28 s und einem Vorsprung von über einer Sekunde.


Bei den Europameisterschaften 1978 wurde sie über 400 Meter und mit der 4-mal-400-Meter-Staffel jeweils Dritte. Ihre Karriere beendete sie nach den Olympischen Spielen 1980 in Moskau, bei denen sie verletzt ausschied.


1966 und 1974 wurde sie zu Europas Sportlerin des Jahres gekürt. 2012 wurde Szewińska in die neu begründete IAAF Hall of Fame aufgenommen.



Tätigkeit als Sportfunktionärin |


Von 1997 bis 2009 leitete sie den polnischen Leichtathletikverband PZLA. Seit 1998 war Irena Szewińska Mitglied des IOC und nahm u. a. die Siegerehrung 2004 bei den Olympischen Spielen in Athen über 100 Meter Schmetterling vor, als die Polin Otylia Jędrzejczak ihre erste Silbermedaille erhielt. 2005 wurde sie im Vorfeld der Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2005 in Helsinki in das Council der IAAF gewählt.



Familie |


Sie war seit 1967 mit ihrem Trainer Janusz Szewiński verheiratet. Aus der Ehe gingen zwei Söhne, darunter der Volleyballspieler und spätere Senator Andrzej, hervor.



Weltrekorde |


100 m



  • 9. April 1965 in 11,1 s

  • 14. Juni 1968 in 11,1 s


200 m



  • 7. September 1965 in 22,7 s

  • 18. Juni 1968 in 22,5 s

  • 13. Juli 1974 in 22,21 s (erst 1978 von Marita Koch unterboten)


400 m



  • 22. Juli 1974 in 49,9 s

  • 22. Juli 1976 in 49,75 s

  • 29. August 1976 in 49,28 s



Weblinks |




  • Irena Szewińska in der Datenbank der IAAF (englisch)


  • Kurzbiografie auf der Website des IOC


  • Irena Szewinska auf sporting-heroes.net


  • Porträt auf Jews In Sports Online


  • Biografie in der International Jewish Sports Hall of Fame


  • Irena Szewińska in der Datenbank von Sports-Reference (englisch)



Fußnoten |




  1. IAAF: Legends: Irena Szewinska (Memento vom 20. August 2001 im Internet Archive)


  2. ESPN: Past Olympics Athletes: Irena Szewinska-Kirszenstein. 2008


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