Mistelgau
















































































Wappen
Deutschlandkarte

Wappen der Gemeinde Mistelgau



Mistelgau

Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Mistelgau hervorgehoben


49.91666666666711.466666666667435Koordinaten: 49° 55′ N, 11° 28′ O
Basisdaten

Bundesland:

Bayern

Regierungsbezirk:

Oberfranken

Landkreis:

Bayreuth

Verwaltungs­gemeinschaft:

Mistelgau

Höhe:
435 m ü. NHN

Fläche:
40,51 km2
Einwohner:
3789 (31. Dez. 2017)[1]

Bevölkerungsdichte:
94 Einwohner je km2

Postleitzahlen:
95490, 95515

Vorwahl:
09279

Kfz-Kennzeichen:
BT, EBS, ESB, KEM, MÜB, PEG

Gemeindeschlüssel:
09 4 72 167
Gemeindegliederung:
41 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstr. 35
95490 Mistelgau
Webpräsenz:

www.mistelgau.de

Bürgermeister:
Karl Lappe (Wählergemeinschaft Plösen-Gollenbach-Wohnsgehaig)
Lage der Gemeinde Mistelgau im Landkreis Bayreuth


Landkreis Nürnberger Land
Bayreuth
Bayreuth
Landkreis Hof
Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge
Landkreis Kulmbach
Landkreis Lichtenfels
Landkreis Bamberg
Landkreis Forchheim
Landkreis Tirschenreuth
Landkreis Neustadt an der Waldnaab
Landkreis Amberg-Sulzbach
Prüll
Warmensteinacher Forst-Nord
Waidacher Forst
Waidacher Forst
Veldensteiner Forst
Neubauer Forst-Nord
Waischenfeld
Lindenhardter Forst-Südost
Lindenhardter Forst-Nordwest
Langweiler Wald
Bayreuth
Heinersreuther Forst
Goldkronacher Forst
Glashüttener Forst
Forst Neustädtlein am Forst
Gemeindefreies Gebiet Fichtelberg
Emtmannsberg
Haag (Oberfranken)
Seybothenreuth
Creußen
Warmensteinach
Weidenberg
Schnabelwaid
Prebitz
Plech
Mistelgau
Mistelbach (Oberfranken)
Hummeltal
Hummeltal
Heinersreuth
Goldkronach
Glashütten (Oberfranken)
Gesees
Gefrees
Eckersdorf
Bischofsgrün
Bischofsgrün
Bindlach
Betzenstein
Bad Berneck im Fichtelgebirge
Speichersdorf
Kirchenpingarten
Waischenfeld
Plankenfels
Pegnitz (Stadt)
Mehlmeisel
Hollfeld
Fichtelberg (Oberfranken)
Aufseß
Ahorntal
Bischofsgrüner Forst
Pottenstein (Oberfranken)
Karte
Über dieses Bild




Mistelgau Panorama

Blick von der Neubürg auf Mistelgau


Mistelgau ist eine Gemeinde im Landkreis Bayreuth (Regierungsbezirk Oberfranken) und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Mistelgau.




Inhaltsverzeichnis






  • 1 Geographie


    • 1.1 Geographische Lage


    • 1.2 Nachbargemeinden


    • 1.3 Gemeindegliederung




  • 2 Geschichte


    • 2.1 Bis zur Gemeindegründung


    • 2.2 Eingemeindungen


    • 2.3 Einwohnerentwicklung




  • 3 Politik


    • 3.1 Bürgermeister


    • 3.2 Gemeinderat




  • 4 Kultur und Sehenswürdigkeiten


  • 5 Fossiliengrube Mistelgau


  • 6 Freizeit


  • 7 Söhne und Töchter der Gemeinde


  • 8 Einzelnachweise


  • 9 Weblinks





Geographie |



Geographische Lage |


Mistelgau liegt ca. 10 km westlich von Bayreuth am nördlichen Rand der Fränkischen Schweiz.



Nachbargemeinden |


Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Eckersdorf, Mistelbach, Hummeltal, Glashütten, Waischenfeld, Plankenfels, Hollfeld und Thurnau.



Gemeindegliederung |


Die Gemeinde Mistelgau ist in 41 Ortsteile eingeteilt:[2]








  • Äußerer Graben

  • Außerleithen

  • Bärnreuth

  • Böhnershof

  • Braunersberg

  • Culm (obere)

  • Culm (untere)

  • Engelmeß

  • Eschenmühle

  • Frankenhaag

  • Friedrichsruh

  • Geislareuth

  • Gollenbach

  • Göritzen




  • Gries

  • Hardt

  • Harloth

  • Hundshof

  • Kammer

  • Klingenmühle

  • Kreckenmühle

  • Laimen

  • Lenz

  • Mengersdorf

  • Mistelgau

  • Moosing

  • Obernsees

  • Ochsenholz




  • Pensenleithen

  • Plösen


  • Schnackenwöhr (PLZ 95515)

  • Schobertsberg

  • Schobertsreuth

  • Schöchleins

  • Seitenbach

  • Sorg

  • Streit

  • Striegelhof

  • Tennig

  • Truppach

  • Wohnsgehaig



Es gibt folgende Gemarkungen: Frankenhaag, Mengersdorf, Mistelgau, Obernsees, Plösen, Seitenbach, Truppach, Wohnsgehaig, Creez.



Geschichte |



Bis zur Gemeindegründung |


Die späteren Markgrafen von Brandenburg-Bayreuth waren seit 1248 Territorialherren im Gemeindegebiet. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes war im Jahr 1379. Ab 1500 lag Mistelgau im Fränkischen Reichskreis. Als Teil des seit 1792 preußischen Fürstentums Bayreuth fiel Mistelgau im Frieden von Tilsit 1807 an Frankreich und kam 1810 zu Bayern. Durch den Ort führte die Lokalbahn Bayreuth–Hollfeld.



Eingemeindungen |


Die Eingemeindungen fanden am 1. April 1971 (Teil einer Gemeinde)[3], am 1. Januar und 1. Juli 1972 (zusammen fünf Gemeinden)[3] sowie am 1. Mai 1978 (eine Gemeinde) statt[4]. Zum 1. September 2010 wurde ein Teil des gemeindefreien Gebiets Löhlitzer Wald eingemeindet.


Der zugehörige Ortsteil Streit war seit dem Mittelalter ein streitbergisches Reichslehen, verliehen an die Pötzlinger. 1690 folgten als Lehensherrn die Schenken von Stauffenberg.[5]































































Ortsteil Einwohner
(1970)
Eingemeindungsdatum Bemerkungen
Creez (teilweise)

083
1. April 1971

Frankenhaag
280
1. Januar 1972

Mengersdorf

1. Januar 1969
Eingemeindung nach Truppach
Obernsees
584
1. Mai 1978

Plösen
413
1. Januar 1972

Seitenbach
171
1. Januar 1972

Truppach
347
1. Januar 1972
Vergrößerung um Mengersdorf am 1. Januar 1969
Wohnsgehaig
233
1. Juli 1972

Löhlitzer Wald

1. September 2010




Rittergut Mengersdorf



Einwohnerentwicklung |



  • 1961: 2952 Einwohner

  • 1970: 2993 Einwohner

  • 1987: 3133 Einwohner

  • 1991: 3276 Einwohner

  • 1995: 3664 Einwohner

  • 2000: 3748 Einwohner

  • 2005: 3885 Einwohner

  • 2010: 3837 Einwohner

  • 2015: 3775 Einwohner



Politik |



Bürgermeister |


Erster Bürgermeister der Gemeinde ist Karl Lappe (Wahlgemeinschaft Plösen-Gollenbach-Wohnsgehaig). Er wurde in einer Stichwahl am 30. März 2014 zum Nachfolger von Georg Birner (Wählergemeinschaft Plösen-Gollenbach-Wohnsgehaig) gewählt.



Gemeinderat |





























































Sitzverteilung im Gemeinderat

2002

2008

2014

CSU/Überparteiliche Wählergruppe
4
3
3

SPD/Freie Wählergemeinschaft
1
1
1
Wahlgemeinschaft Plösen-Gollenbach-Wohnsgehaig*
3
4
3
Bürgervereinigung Obernsees
3
3
3

Wählergruppe Truppach-Mengersdorf
2
1
1
Wählergruppe Frankenhaag-Streit
1
1
1
Mistelgauer Bürgergemeinschaft/Freie Wähler**
1
2
3
Wählergruppe Seitenbach
1
1
1


  • * 2002 angetreten als Wahlgemeinschaft Plösen-Gollenbach

  • ** 2002 angetreten als Mistelgauer Bürgergemeinschaft



Kultur und Sehenswürdigkeiten |




Schloss Truppach


Das Schloss Truppach ist ein quadratischer Bau mit zwei Stockwerken. An den Ecken ragen erkerartige Türmchen über das Dach hinaus. Durch verschiedene Umbaumaßnahmen hat das Schloss seinen wehrhaften mittelalterlichen Charakter verloren. Zur Geschichte der Adelssitze in Truppach siehe auch Truppach (Adelsgeschlecht).




Fossiliengrube Mistelgau |




Fossiliengrube


Die Fossiliengrube Mistelgau (Koordinaten: N49 54.296, E11 27.968) ist ein Geotop im Landkreis Bayreuth und erhielt die Auszeichnung als eines der hundert schönsten Geotope Bayerns. Bis zum Jahr 2005 diente die Tongrube Mistelgau dem Abbau von Rohmaterial für die Ziegelherstellung. Überregionale Bekanntheit erlangte sie wegen ihrer beeindruckenden Versteinerungen. Durch ein „Belemnitenschlachtfeld“ und Reste von Sauriern ist es eine der bedeutendsten Fossilfundstellen Europas. Die Funde sind Bestandteil der Ausstellung des Urwelt-Museums Oberfranken.


Tongrube Mistelgau ist vom Bayerischen Landesamt für Umwelt als wertvolles Geotop (Geotop-Nummer: 472A016) ausgewiesen.[6]




Freizeit |


Im Ortsteil Obernsees bietet die Therme Obernsees ein umfangreiches Gesundheits- und Wellness-Programm. Seit 2007 ist ein Feriendorf im Umfeld der Therme geplant. Baubeginn der ersten 13 Häuser war im November 2014.



Söhne und Töchter der Gemeinde |




  • Margot Drechsel (auch Drexler, Drechsler; * 17. Mai 1908 in Mengersdorf; † Juni 1945 in Bautzen hingerichtet), Aufseherin in verschiedenen Konzentrationslagern


  • Ulrich Leykam (* 12. September 1948 in Truppach), Kirchenmusiker



Einzelnachweise |




  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).


  2. Mistelgau. Bayerische Landesbibliothek Online. Abgerufen am 7. Dezember 2011.


  3. ab Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 432. 


  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 676. 


  5. www.dieter-zoeberlein.de, Die von Streitberg, Geschichte einer fränkischen Adelsfamilie (abgerufen am 19. Oktober 2018)


  6. Bayerisches Landesamt für Umwelt, Geotop Tongrube Mistelgau (abgerufen am 24. Oktober 2017).



Weblinks |



 Commons: Mistelgau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


 Wikisource: Oberlandesgericht München – Nichtgeleistete Spanndienste (1884) – Quellen und Volltexte


  • Homepage der Gemeinde Mistelgau

  • Eintrag zum Wappen von Mistelgau in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte



  • Mistelgau: Amtliche Statistik des LfStat

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