Taiskirchen im Innkreis
| Taiskirchen im Innkreis | ||
|---|---|---|
| Wappen | Österreichkarte | |
| Basisdaten | ||
| Staat: | Österreich | |
Bundesland: | Oberösterreich | |
Politischer Bezirk: | Ried im Innkreis | |
Kfz-Kennzeichen: | RI | |
| Fläche: | 34,47 km² | |
Koordinaten: | 48° 16′ N, 13° 34′ O48.26361111111113.573611111111475 | |
Höhe: | 475 m ü. A. | |
Einwohner: | 2.407 (1. Jän. 2018) | |
Bevölkerungsdichte: | 70 Einw. pro km² | |
Postleitzahl: | 4753 | |
Vorwahl: | 07764, 07765, 07750 | |
Gemeindekennziffer: | 4 12 31 | |
NUTS-Region | AT311 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Gemeindeverwaltung von Taiskirchen im InnkreisHofmarkt 29 4753 Taiskirchen im Innkreis | |
| Website: | ||
| Politik | ||
Bürgermeister: | Johann Weirathmüller (ÖVP) | |
Gemeinderat: (2015) (25 Mitglieder) | ||
| Lage der Marktgemeinde Taiskirchen im Innkreis im Bezirk Ried im Innkreis | ||
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| Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria | ||
BW
Taiskirchen im Innkreis (Bairisch: Tåskira) ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Ried im Innkreis im Innviertel mit 2407 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2018). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Ried im Innkreis.
Inhaltsverzeichnis
1 Geografie
1.1 Gliederung
1.1.1 Ortsteile
1.1.2 Katastralgemeinden
1.1.3 Nachbargemeinden
2 Geschichte
3 Einwohnerentwicklung
4 Kultur und Sehenswürdigkeiten
4.1 Musik
5 Freizeitangebot
5.1 Stausee Taiskirchen
5.2 Feste und Feiern
6 Politik
7 Wappen
8 Persönlichkeiten
9 Weblinks
10 Einzelnachweise
Geografie |
Taiskirchen im Innkreis liegt auf 475 m Höhe im Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 7,7 km, von West nach Ost 7,6 km. Die Gesamtfläche beträgt 34,53 km². 13,7 % der Fläche sind bewaldet, 79,4 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.
Gliederung |
Ortsteile |
Das Gemeindegebiet umfasst folgende Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Januar 2018[1]):
Aichet (32)
Altmannsdorf (81)
Arling (39)
Baumgarten (23)
Brandstätten (35)
Breitenried (322)
Bruckleiten (45)
Edtleiten (50)
Ellerbach (35)
Flohleiten (87)
Gansing (27)
Gotthalmsedt (20)
Günzing (26)
Helfingsdorf (82)
Hohenerlach (50)
Jebing (36)
Jedretsberg (28)
Kainzing (54)
Kleingaisbach (79)
Kühdobl (45)
Lacken (36)
Lindet (24)
Petersham (23)
Schatzdorf (4)
Sittling (8)- Taiskirchen im Innkreis (772)
Tiefenbach (67)
Unterbreitenried (61)
Wiesenberg (70)
Wietraun (20)
Wohleiten (57)
Wolfsedt (17)
Zahra (52)
Katastralgemeinden |
- Taiskirchen (46159)
- Arling (46102)
- Brandstätten (46105)
- Breitenried (46106)
- Jedretsberg (46126)
- Kleingaisbach (46130)
- Untertiefenbach (46163)
- Unterwietraun (46164)
- Wiesenberg (46170)
Nachbargemeinden |
Die Nachbargemeinden sind:
Andrichsfurt, Utzenaich, Lambrechten, Zell an der Pram, Riedau, Dorf an der Pram, Pram, Peterskirchen
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Geschichte |
Seit Gründung des Herzogtums Bayern war der Ort bis 1779 bayrisch und kam nach dem Frieden von Teschen mit dem Innviertel (damals Innbaiern) zu Österreich. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz königlich bayrisch, gehört er seit 1814 endgültig zu Österreich ob der Enns.
Im Dezember 1936 wurde die Bäuerin Karolina Einböck aus Sittling durch ihren Ehemann Anton ermordet, anschließend legte er zur Vertuschung der Tat Feuer auf seinem Hof. Für diese Tat wurde Einböck am 20. Juli 1937 in Ried durch ein Schwurgericht unter Vorsitz von Kreisgerichtspräsident Dr. Hagen zum "Tod durch den Strang" verurteilt und am 13. Oktober 1937 durch den Scharfrichter Johann Lang in Ried hingerichtet.[2]
Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs. Im Jahr 1990 wurde Taiskirchen im Innkreis zur Marktgemeinde erhoben.
Einwohnerentwicklung |
1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 2356 Einwohner, 2001 dann 2406 Einwohner.
Kultur und Sehenswürdigkeiten |
- Pfarrkirche Taiskirchen im Innkreis
Musik |
Die Marktmusikkapelle aus Taiskirchen im Innkreis wurde 1849 mit einer Stärke von 14 Mann von Joseph Gramberger gegründet. 1999 ist sie in die neu errichtete Landesmusikschule Taiskirchen übersiedelt.
Freizeitangebot |
Direkt im Ort befindet sich der Ausgangspunkt des Taiskirchnerrad- und Wanderweges. Der als besonders familienfreundlich bekannte Radwanderweg führt durch die hügelige Landschaft des mittleren Innviertels und wird gerne von Touristen genutzt.
Stausee Taiskirchen |
Der Stausee Taiskirchen im Frühling
Das Rückhaltebecken Pramtal - wie der Stausee offiziell genannt wird - wurde zwischen 1978 und 1980 auf den Gemeindegrenzen von Taiskirchen im Innkreis, Pram und Dorf an der Pram errichtet. Der Stausee befindet sich somit auf den Bezirksgrenzen von Ried im Innkreis, Schärding und Grieskirchen. Das Rückhaltebecken hat eine Grundwasserfläche von 6 ha. Das Wasser der Badestellen entspricht bedingt den Anforderungen an ein Badewasser gemäß Bäderhygieneverordnung. Das Zelten und Grillen an den vorgegebenen Plätzen ist kostenlos.
Feste und Feiern |
Taiskirchen ist eine sehr lebendige Gemeinde mit etlichen Freizeitangeboten.
Durch das funktionierende Vereinswesen sind Feste entstanden, die weit über die Bezirksgrenzen bekannt sind:
Die bekanntesten Feste sind:
Rock in Gaisbach (im Mai)
Seefest (meist Ende Juni)
Hoffest (im Juli)
Gruamfest (meist im Juni)
Jedes Jahr wird am Sportplatz ein Fußballhobbyturnier veranstaltet.
Dabei spielen meistens 10 Mannschaften, mit je 6 Spielern.
2007 konnte sich die Mannschaft Wiats an Riad durchsetzen und im Finale die Mannschaft Team 7 5:0 schlagen.
Im Winter öffnet der Schlepplift am Kinzenberg.
Politik |
Bürgermeister ist Johann Weirathmüller von der ÖVP.
Wappen |
Blasonierung: Von Silber und Blau schräglinks gerautet; belegt mit einem roten Schrägbalken mit drei silbernen, an den Fängen gestümmelten Adlern. Die Gemeindefarben sind Rot-Weiß-Blau.
Taiskirchen führt seit 1978 das Gemeindewappen. Es sind das Wappen von Bayern (blau - weiß) als auch das Wappen von Lothringen (Banner mit Adler) vereinigt. Das zeugt davon, dass das Innviertel und somit auch Taiskirchen bis zum Frieden von Teschen 1779, bzw. bis 1816 dem Vertrag von München, mit dem die Grenzverhältnisse festgelegt worden sind, bayrisch war.
Persönlichkeiten |
Makarius Falter (1762–1843), Klavierlehrer und Musikverleger- Erwin Machtlinger, 17-facher österreichischer Staatsmeister in Motocross
Weblinks |
- Webseite der Gemeinde
- Webseite vom Stausee Taiskirchen
Karte im Digitalen Oberösterreichischen Raum-Informations-System (DORIS)- Weitere Infos über die Gemeinde Taiskirchen im Innkreis auf dem Geo-Infosystem des Bundeslandes Oberösterreich.
Einzelnachweise |
↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2018 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2018), (Excel)
↑ N.N., Schwere Sühne einer schrecklichen Tat. Der Gattenmörder Einböck hingerichtet, in: Rieder Volkszeitung (57. Jg., Nr. 41), 14. Oktober 1937, S. 10.
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