Landkreis Bad Dürkheim
| Wappen | Deutschlandkarte |
|---|---|
| Basisdaten | |
Bundesland: | Rheinland-Pfalz |
Verwaltungssitz: | Bad Dürkheim |
Fläche: | 594,76 km2 |
| Einwohner: | 132.739 (31. Dez. 2017)[1] |
Bevölkerungsdichte: | 223 Einwohner je km2 |
Kfz-Kennzeichen: | DÜW |
Kreisschlüssel: | 07 3 32 |
NUTS: | DEB3C |
| Kreisgliederung: | 48 Gemeinden |
| Adresse der Kreisverwaltung: | Philipp-Fauth-Straße 11 67098 Bad Dürkheim |
| Webpräsenz: | |
Landrat: | Hans-Ulrich Ihlenfeld (CDU) |
| Lage des Landkreises Bad Dürkheim in Rheinland-Pfalz | |
![]() | |
Der Landkreis Bad Dürkheim ist eine Gebietskörperschaft im Süden von Rheinland-Pfalz in der Metropolregion Rhein-Neckar. Sitz der Kreisverwaltung ist die verbandsfreie Stadt Bad Dürkheim, die bevölkerungsreichste Kommune ist die verbandsfreie Gemeinde Haßloch.
Inhaltsverzeichnis
1 Geographie
1.1 Lage
1.2 Struktur und Grenzen
1.3 Nachbarkreise
1.4 Städte und Gemeinden
2 Geschichte
3 Einwohnerentwicklung
4 Politik
4.1 Landräte
4.2 Kreistag
4.3 Wappen und Flagge
4.4 Partnerschaften
5 Wirtschaft und Infrastruktur
5.1 Wirtschaft
5.2 Verkehr
5.3 Kfz-Kennzeichen
6 Literatur
7 Weblinks
8 Einzelnachweise
Geographie |
Lage |
Der Landkreis Bad Dürkheim liegt in der Pfalz zwischen Ludwigshafen am Rhein im Osten und Kaiserslautern im Westen. Der Westen des Kreises hat Anteil am Pfälzerwald, der Osten gehört noch zur Oberrheinischen Tiefebene, die Mitte ist Teil der Hügellandschaft an der Deutschen Weinstraße, die sich von Nord nach Süd über eine Länge von gut 30 Kilometer durch den Kreis zieht.
Struktur und Grenzen |
Der Landkreis erstreckt sich von Nord nach Süd von Bockenheim bis Haßloch, in Ost-West-Richtung von Frankenstein bis Ellerstadt. Seine größte Ausdehnung erreicht er mit 42 Kilometer (Luftlinie) zwischen Elmstein im Südwesten und Dirmstein im Nordosten.
Nachbarkreise |
Der Landkreis grenzt im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an den Landkreis Alzey-Worms, an die kreisfreie Stadt Worms, an den Rhein-Pfalz-Kreis, an die kreisfreie Stadt Neustadt an der Weinstraße, an den Landkreis Südliche Weinstraße, an eine Exklave der kreisfreien Stadt Landau in der Pfalz, an den Landkreis Südwestpfalz, an den Landkreis und die kreisfreie Stadt Kaiserslautern sowie an den Donnersbergkreis.
Städte und Gemeinden |
(In Klammern: Einwohner am 31. Dezember 2017)[1]
Verbandsfreie Städte und Gemeinden
- 1. Stadt Bad Dürkheim (18.469)
- 2. Stadt Grünstadt (13.505)
- 3. Haßloch (20.433)
Verbandsgemeinden mit angehörigen Städten und Ortsgemeinden
Der Verwaltungssitz jeder Verbandsgemeinde ist mit * markiert.

|
|
Die Gemeinde Ungstein wurde am 22. April 1972 in die Stadt Bad Dürkheim eingemeindet.
Listen zu dem Begriff „Gebietsveränderungen“ siehe Gebietsreformen in Rheinland-Pfalz
Geschichte |
Der Landkreis Bad Dürkheim wurde am 7. Juni 1969 im Rahmen der Kreisreform in Rheinland-Pfalz aus Teilen der beiden aufgelösten Landkreise Frankenthal (Pfalz) und Neustadt an der Weinstraße (früher Neustadt an der Haardt) sowie der Gemeinde Rodenbach aus dem aufgelösten Landkreis Kirchheimbolanden gebildet. Am 16. März 1974 wurde Duttweiler in die kreisfreie Stadt Neustadt an der Weinstraße eingegliedert.[2] Die beiden alten Landkreise waren vom Königreich Bayern, zu dem das heutige Kreisgebiet ab 1816 gehörte, geschaffen worden. 1946 wurden beide Kreise Teil des damals neu geschaffenen Landes Rheinland-Pfalz und gehörten zunächst zum Regierungsbezirk Pfalz, ab 1968 Rheinhessen-Pfalz.
Einwohnerentwicklung |
| Jahr | Einwohner | Quelle |
|---|---|---|
| 1970 | 115.700 | [3] |
| 1980 | 116.000 | [4] |
| 1990 | 124.400 | [5] |
| 2000 | 133.800 | [6] |
| 2010 | 132.757 | |
| 2016 | 132.960 |
Politik |
Landräte |
Wahlbeteiligung: 57,5 %
Bad Dürkheimer Kreistag 2014
Linke: 1
Grüne: 4
SPD: 13
FWG: 6
FDP: 2
CDU: 18
AfD: 2
Seit 2001 wird das Amt des Landrats, des höchsten Verwaltungsbeamten des Landkreises, durch Mehrheitswahl vergeben. Eine Wahlperiode dauert acht Jahre.
| Zeit | Name | Partei | Bemerkungen |
|---|---|---|---|
| 1969–1979 | Hermann Scherer | SPD | |
| 1979–1988 | Hermann-Josef Deutsch | CDU | vorzeitiger Rücktritt |
| 1988–1990 | Herbert Gustavus | SPD | als 1. Kreisbeigeordneter kommissarisch |
| 1990–2001 | Georg Kalbfuß | SPD | |
| 2001–2012 | Sabine Röhl | SPD | 2001 und 2009 gewählt durch Direktwahl, im Dezember 2012 nach zweijähriger Krankheit verstorben.[7] |
| 2012–2013 | Erhard Freunscht | CDU | als 1. Kreisbeigeordneter kommissarisch |
| 2013– | Hans-Ulrich Ihlenfeld | CDU |
Kreistag |
Der Kreistag des Landkreises Bad Dürkheim besteht aus 46 gewählten Mitgliedern und dem Landrat als Vorsitzendem. Die Wahlen zum Kreistag seit 1999 hatten folgende Ergebnisse:[8][9]
Parteien und Wählergruppen | % 2014 | Sitze 2014 | % 2009 | Sitze 2009 | % 2004 | Sitze 2004 | % 1999 | Sitze 1999 | |
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 37,2 | 18 | 35,8 | 17 | 41,7 | 19 | 42,2 | 20 |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 27,7 | 13 | 29,0 | 13 | 29,2 | 13 | 37,7 | 18 |
| FWG | Freie Wählergruppen | 12,1 | 6 | 12,9 | 6 | 12,1 | 6 | 9,5 | 4 |
| Grüne | Bündnis 90/Die Grünen | 8,9 | 4 | 7,1 | 3 | 7,2 | 3 | 5,2 | 2 |
| AfD | Alternative für Deutschland | 5,1 | 2 | – | – | – | – | – | – |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 4,3 | 2 | 8,9 | 4 | 5,6 | 3 | 4,5 | 2 |
| Linke | Die Linke | 2,7 | 1 | 2,9 | 1 | – | – | – | – |
| Piraten | Piratenpartei Deutschland | 0,8 | – | – | – | – | – | – | – |
| SWG | Soziale Wählergemeinschaft | 0,8 | – | – | – | – | – | – | – |
| III. Weg | Der Dritte Weg | 0,5 | – | – | – | – | – | – | – |
| REP | Die Republikaner | – | – | 1,8 | 1 | 4,3 | 2 | – | – |
| NPD | Nationaldemokratische Partei Deutschlands | – | – | 1,6 | 1 | – | – | – | – |
gesamt | 100,0 | 46 | 100,0 | 46 | 100,0 | 46 | 100,0 | 46 | |
Wahlbeteiligung in % | 57,5 | 53,4 | 62,7 | 66,3 | |||||
Anmerkung: Zur Kreistagswahl 2014 trat die NPD nicht an, jedoch die rechtsextreme Kleinpartei „Der Dritte Weg (III. Weg)“, die von lokalen NPD-Funktionären gebildet wurde. CDU und SPD bilden im Kreistag eine Koalition.[10]
Wappen und Flagge |

Hissflagge

Bannerflagge
Der Landkreis Bad Dürkheim führt ein Wappen sowie eine Hiss- und Bannerflagge.
Blasonierung: „Durch einen mit zwei blauen, grün gestielten Trauben mit grünen Blättern belegten silbernen Pfahl gespalten: rechts in Schwarz ein linksgewendeter, rot bewehrter goldener Löwe; links in Blau ein rot bewehrter silberner Adler.“ | |
Wappenbegründung: Der Pfälzer Löwe steht für die Kurpfalz, die vom Mittelalter bis in die Neuzeit das südliche Kreisgebiet beherrschte, und der Adler für die Herren von Leiningen, denen der nördliche Bereich gehörte. Der silberne Pfahl symbolisiert die Deutsche Weinstraße, die durch das Kreisgebiet führt, für dessen beide großen Weinbaugebiete Mittelhaardt-Deutsche Weinstraße und Südliche Weinstraße die zwei Trauben stehen. Die Wappenverleihung erfolgte am 22. Januar 1973. |
Partnerschaften |
Zum Landkreis Starnberg in Oberbayern bestehen seit 1980 „freundschaftliche Beziehungen“. 1990 wurde eine formelle Partnerschaft mit dem Landkreis Stadtroda in Thüringen beschlossen, der 1994 im Saale-Holzland-Kreis aufging. Die jüngste Partnerschaft besteht seit 2000 mit dem polnischen Landkreis Kreuzberg O.S. Außerdem betreut der Landkreis Bad Dürkheim die seit 1968 bestehende Partnerschaft zwischen der Deutschen Weinstraße und der Südtiroler Weinstraße.[11]
Wirtschaft und Infrastruktur |
Wirtschaft |
Typisch für den Landkreis ist der Weinanbau auf rund 7200 Hektar Rebfläche, aber auch Obst und Gemüse werden angepflanzt. Dank des milden Klimas wachsen zum Beispiel Mandeln, Feigen, Orangen und Zitronen.
Neben der Landwirtschaft ist der Tourismus eine weitere Einnahmequelle für viele Bewohner des Landkreises. Im Naturpark Pfälzerwald findet man den Kurpfalz-Park, einen Wildschutzpark oberhalb des Städtchens Wachenheim. Der Holiday Park bei Haßloch lockt ebenfalls jährlich tausende Besucher in die Pfalz.
Das Kreisgebiet durchziehen eine Pipeline für Erdgas der Creos Deutschland GmbH sowie die NATO-Pipeline „Speyer–Fürfeld“.
Verkehr |
Verkehrstechnisch ist der Landkreis Bad Dürkheim gut angebunden. Die Bundesautobahn 6 (Mannheim–Saarbrücken) führt durch das nördliche Kreisgebiet, die Bundesautobahn 65 (Karlsruhe–Ludwigshafen) streift das südliche Kreisgebiet bei Haßloch. Die Bundesautobahn 61 (Speyer–Ludwigshafen–Koblenz) führt nur wenige Kilometer östlich der Kreisgrenze vorbei und kreuzt sowohl die A 6 als auch die A 65.
Der öffentliche Personennahverkehr ist im Verkehrsverbund Rhein-Neckar zusammengeschlossen. Durch den Landkreis verlaufen die wichtige Eisenbahntrasse der Pfälzischen Ludwigsbahn Mannheim–Saarbrücken(–Paris) sowie die Pfälzische Nordbahn (Neustadt an der Weinstraße–)Bad Dürkheim–Grünstadt(–Monsheim). Die Rhein-Haardtbahn (RHB) verkehrt von Bad Dürkheim nach Ludwigshafen und Mannheim, wo sie dank gleicher Spurbreite mit der Straßenbahn vernetzt ist. Nur noch im Museumsverkehr wird hingegen das Kuckucksbähnel Lambrecht–Elmstein bedient.
Kfz-Kennzeichen |
Bei der Bildung des neuen Landkreises wurde am 7. Juni 1969 das Unterscheidungszeichen DÜW zugeteilt. Es ist von Bad Dürkheim und Weinstraße abgeleitet und wird bis heute ausgegeben.
Literatur |
- Georg Peter Karn, Rolf Mertzenich: Kreis Bad Dürkheim. Stadt Bad Dürkheim, Gemeinde Haßloch, Verbandsgemeinden Deidesheim, Lambrecht, Wachenheim (= Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Band 13.1). 1. Auflage. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 1995, ISBN 3-88462-119-X.
- Georg Peter Karn, Ulrike Weber (Bearb.): Kreis Bad Dürkheim. Stadt Grünstadt, Verbandsgemeinden Freinsheim, Grünstadt-Land und Hettenleidelheim (= Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Band 13.2). Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 2006, ISBN 3-88462-215-3.
Weblinks |
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- Website des Landkreises Bad Dürkheim
- Statistische Daten des Landkreises Bad Dürkheim beim Statistischen Landesamt Rheinland-Pfalz
Literatur von und über Landkreis Bad Dürkheim im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Literatur über Landkreis Bad Dürkheim in der Rheinland-Pfälzischen Landesbibliographie
Einzelnachweise |
↑ ab Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2017, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
↑ Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 (Memento vom 22. Dezember 2017 im Internet Archive) (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 393). Bad Ems März 2006, S. 158 (PDF; 2,6 MB).
Info: Es liegt ein aktuelles Verzeichnis (2016) vor, das aber im Abschnitt „Gebietsänderungen – Territoriale Verwaltungsreform“ keine Einwohnerzahlen angibt.
↑ Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1972
↑ Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1981
↑ Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1992
↑ Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 2002
↑ Morgenweb: Bad Dürkheim: Landrätin Röhl verstorben. 7. Dezember 2012, abgerufen am 7. Dezember 2012.
↑ Wahlergebnisse der Kreistagswahlen, der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz
↑ Kreistagswahl Bad Dürkheim 2014: Wahlausschuss bestätigt Ergebnis. Landkreis Bad Dürkheim, 2. Juni 2014, abgerufen am 27. September 2014.
↑ http://www.rheinpfalz.de/lokal/mittelhaardter-rundschau/artikel/wie-sollen-diese-schulden-je-getilgt-werden/
↑ Landkreis Bad Dürkheim: Partnerschaften des Landkreises Bad Dürkheim
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